Das gewisse Etwas: Mit den richtigen Kräutern punkten

Neben den eigentlichen Zutaten und der sorgfältigen Zubereitung sind es vor allem die passenden Gewürze, die ein Gericht geschmacklich abrunden. Salz und Pfeffer etwa dürfen bei keiner herzhaften Mahlzeit fehlen. Vor allem Kräuter können bei der Zubereitung für das gewisse Etwas sorgen. Doch damit nicht genug: Auch rein optisch verleihen sie Ihren Speisen einen tolle Note. Was Sie bei der Verwendung von Kräutern beachten sollten und mit welchen Zutaten sie besonders harmonieren, verraten wir Ihnen in unserem kleinen Kräuter-Lexikon.

Frisch oder getrocknet?

Die richtigen Kräuter sind wichtig für die Zubereitung

Die richtigen Kräuter sollten bei keiner Mahlzeit fehlen (Quelle: Fotolia)

Ganz allgemein gilt: Wenn Sie die Möglichkeit haben, frische Kräuter zu verwenden, sollten Sie es auf jeden Fall tun. Daneben hängt es immer von den Gericht ab, ob auch getrocknete Varianten in Frage kommen. Wenn Sie beispielsweise Caprese zubereiten, ist frisches Basilikum schon rein optisch ein absolutes Muss. Dienen die Kräuter jedoch eher der feinen Geschmacksnote neben mehreren anderen Gewürzen, sind getrocknete Kräuter durchaus eine geeignete Wahl. Beispielsweise ist getrocknetes Oregano für Tomatensoßen absolut in Ordnung. Abgesehen davon werden Sie bei vielen Kräutern ohnehin Probleme haben, überhaupt frische Exemplare zu erhalten. Eine sehr gute Alternative zu getrockneten Kräutern sind tiefgekühlte Varianten.

Dill

Dill eignet sich hervorragend für die Zubereitung von Fischgerichten, wo er häufig in Soßen zu finden ist. Die feinen Blätter (Dillspitzen) werden in der Regel vor dem Blühen geerntet, zu dieser Zeit entfalten sie das intensivste Aroma. Die Dolden eignen sich jedoch ebenfalls sehr gut, beispielsweise für die Marinade zum Einlegen von Gurken. Neben Fisch können Dillspitzen auch sehr gut für die Zubereitung von Salat-Dressings benutzt werden.

Petersilie

Kein Kraut ist in der Küche so vielseitig einsetzbar wie die Petersilie, da sie geschmacklich zu allen Gerichten passt, sei es nun Fleisch, Gemüse oder Fisch. Dabei wird zwischen der glatten und der krausen Variante unterschieden: Die glatte Petersilie ist aromatischer und kann Gerichte sehr schnell dominieren. In der deutschen Küche findet vor allem die mildere krause Variante Verwendung.

Majoran

Majoran ist ein Kraut, das sich vor allem für deftige Speisen sehr gut eignet. Fleischgerichte erhalten eine würzige Note und auch bei der Zubereitung von Bratwürsten wird Majoran verwendet. Kartoffelgerichte harmonieren ebenfalls sehr gut mit Majoran, so darf es etwa bei Bratkartoffeln auf keinen Fall fehlen.

Thymian und Rosmarin

Diese beiden Kräuter eignen sich aufgrund ihres kräftigen Aromas besonders gut zum Würzen von Pilz- und Wildgerichten. Auch zu Geflügel wie Huhn oder Pute passen sie sehr gut. Achten Sie darauf, diese Gewürze sparsam einzusetzen, da ihr Geschmack Gerichte sehr schnell dominieren kann.

Lorbeerblätter

Auch Lorbeerblätter sollten sparsam eingesetzt werden, da sie einen sehr intensiven Geschmack entwickeln. In der Regel werden sie in getrocknetem Zustand als Ganzes zu Gerichten gegeben und nach dem Kochen wieder entfernt. Lorbeer passt sehr gut zu deftigen und würzigen Gerichten wie etwa Braten oder Gulasch. Auch bei der Zubereitung von Suppen und Eintöpfen kann das Kraut gute Dienste leisten.

Schnittlauch und Kresse

Diese beiden Kräuter haben das leicht scharfe Aroma gemein, sodass sie etwa bei der Zubereitung von Dressings eine gute Wahl sind. Sie eignen sich beispielsweise auch dann sehr gut, wenn auf den intensiven Geschmack von Zwiebeln verzichtet werden, das Gericht jedoch trotzdem eine leichte Schärfe erhalten soll.

Mit etwas Erfahrung werden Sie schnell ein Gefühl dafür entwickeln, welche Kräuter sich gut und welche sich weniger gut miteinander kombinieren lassen. Als Faustregel gilt dabei: Je intensiver das Aroma eines Krauts ist, desto schwieriger wird es sein, es mit anderen geschmacklich dominanten Kräutern harmonisch zu kombinieren.

Henk Syring

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Eine Antwort an “Das gewisse Etwas: Mit den richtigen Kräutern punkten”

  1. 28. August 2016 at 01:23 #

    Dass Lorbeerblätter nach dem Kochen wieder entfernt werden wusste ich bisher noch nicht, vielen Dank für den Tipp!

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