Spätzle – das schwäbische Wahrzeichen

Wer einmal am Küchentisch eines Schwaben sitzt, wird um dieses Gericht nicht herumkommen: die Spätzle! Diese Eierteigware wird dort schon seit dem 18. Jahrhundert zubereitet und gilt als das Leibgericht unserer schwäbischen Mitbürger. Von ihnen wird das Gericht in den höchsten Tönen gelobt und sogar in Gedichten wie etwa dem Werk „Schwäbische Leibspeisa“ verehrt.

Leckere Käsespätzle (Quelle: Fotolia)

Leckere Käsespätzle (Quelle: Fotolia)

Die unregelmäßig geformten Streifen besitzen eine raue Oberfläche und können dadurch besonders gut Saucen aufnehmen. Diese Konsistenz erhalten Spätzle, weil ihr Teig schon während der Herstellung gekocht wird – sie bestehen aus Eiern, Mehl, Wasser und Salz. Natürlich können Sie fertigen Teig im Supermarkt kaufen, es ist jedoch stets ein kleines Erfolgserlebnis, das Gericht selbst zuzubereiten. Dafür füllen Sie einen Topf mit Wasser, bringen es zum Kochen und salzen es. Anschließend vermengen Sie obengenannte Zutaten zu einer mehr oder weniger festen Masse. Da diese relativ weich und feucht ist, kann sie nicht ausgerollt werden. Deshalb müssen Sie den Teig idealerweise auf ein Spätzlebrett legen und mit einem speziellen Schaber Streifen direkt in das Wasser schaben. Sind Ihre ersten Spätzle noch ein wenig misslungen und eventuell etwas zu dick, verzagen Sie nicht! Da die Technik relativ ungewöhnlich ist, muss man sich erst daran gewöhnen; dicke Streifen schmecken jedoch in jedem Fall genauso lecker wie perfekt geratene Spätzle. Besitzen Sie eine passende Presse, können Sie auch mit diesem Werkzeug den Teig in den Topf pressen. Je nach Zubereitungsart sind die fertigen Spätzle lang oder sehr kurz – in letzterem Fall werden sie auch Knöpfle genannt. Sind die Streifen gar, steigen sie an die Wasseroberfläche, wo sie mit einem Schaumlöffel entnommen werden und in einem Sieb abtropfen können.

Haben Sie Ihre eigenen Spätzle hergestellt, geht es nun daran, die passende Beilage herzurichten. Eines der beliebtesten Gerichte sind Apfelspätzle. Dafür schneiden Sie einige Äpfel in dünne Scheiben, dämpfen diese kurz in Butter an und mischen die Teigware hinzu. Anschließend kann das Ganze mit Zucker und Zimt bestreut werden. Auch Käsespätzle sind sehr begehrt. Für dieses Gericht zerkleinern Sie Zwiebeln und rösten sie; zusätzlich muss der Käse gerieben werden. Nun können Sie die Zutaten entweder in einer Pfanne oder, abwechselnd geschichtet, in einer Auflaufform backen. Wichtig ist, dass das Gericht gut gewürzt wird und der Käse schön verläuft. Für einen knusprigeren Geschmack können die Spätzle übrigens in Semmelbrösel gewendet werden.

Spätzle – das schwäbische Wahrzeichen
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