Tee: Vielfältig und gesund

Tee ist für viele Menschen ein ständiger Begleiter und guter Freund: Er spendet Wärme und hinterlässt ein wohlig ausgeglichenes Gefühl der Ruhe und Zufriedenheit. Seit tausenden von Jahren wird er vor allem in den asiatischen Ländern nicht nur als Getränk, sondern auch als Heilmittel eingesetzt, wohingegen er in unseren Regionen lange Zeit ein stiefmütterliches Dasein neben dem Kaffee fristete. Das hat sich in den letzten Jahren stark geändert: Immer häufiger verdrängt er seinen ärgsten Konkurrenten in die hinteren Reihen und zeigt, was wirklich in ihm steckt. Die am häufigsten getrunkenen Teesorten sind dabei der Grüne und der Schwarze Tee, die beide aus der Teepflanze Camellia sinensis gewonnen werden. Diese beiden Sorten schmecken nicht nur besonders gut, ihnen wird auch die höchste Heilkraft nachgesagt. So bringt der Schwarze Tee bei fachgerechter Zubereitung einen hohen Gehalt an Gerbstoffen mit, die bei leichten Magen- und Darmerkrankungen helfen können. Daneben verspricht der Fluoridgehalt eine vorbeugende Kraft bei Osteoporose und Karies. Zu viel sollten Sie allerdings nicht von dem schwarzen Saft zu sich nehmen, da er, anders als andere Teesorten, eine hohe Konzentration an Coffein aufweist, das leicht zu Schlaf- oder Konzentrationsstörungen führen kann.

Eine Oase der Ruhe und Entspannung. (Quelle: fotolia)

Eine Oase der Ruhe und Entspannung. (Quelle: fotolia)

Der Grüne Tee wird ebenfalls aus der Camellia sinensis gewonnen. Das hellere Aussehen und der Geschmack entstehen dabei durch eine unterschiedliche Verarbeitung der Teeblätter nach der Ernte. Anders als bei der Herstellung des Schwarzen Tees, welcher nach dem Pflücken Zeit bekommt um mit der Luft zu oxidieren, werden die Blätter für den Grünen Tee direkt nach der Ernte in großen Behältern über einem Feuer gewelkt und getrocknet. Das garantiert den unvergleichlichen Geschmack.

Richtig zubereiten

Um in den vollen Genuss des Aromas zu kommen ist es wichtig, dass Sie beim Zubereiten einige grundlegende Dinge beachten. So sollten Sie Wasser benutzen, dass von Umweltbelastungen und Schwermetallrückständen befreit ist, eventuell durch einen Wasserfilter. Auch die Wasserhärte spielt eine entscheidende Rolle und sollte nicht zu hoch sein. Perfekt sind acht Grad Härte nach deutschem Standard. Wenn Sie in Ihrem Haushalt nicht auf so reines Wasser zurückgreifen können, ist es auch möglich, den Tee mit Mineralwasser ohne Kohlensäure zuzubereiten.

Für den perfekten Geschmack sollten Sie außerdem auf Tees verzichten, dessen Blätter in vorportionierten Beutelchen stecken. Das ist zwar praktisch, da sich nach dem heraus nehmen keine Rückstände in der Tasse befinden, allerdings geht sehr viel des ursprünglichen Geschmacks verloren. Am besten ist es, die Blätter frei im Aufguss schwimmen zu lassen und anschließend durch ein feines Sieb zu schütten.

Um beispielsweise grünen Tee perfekt zuzubereiten, nehmen Sie etwa acht Gramm der Blätter und übergießen diese mit einem Liter heißem Wasser. Wichtig: Lassen Sie das Wasser nach dem aufkochen etwa zehn Minuten abkühlen, bevor Sie es aufschütten. Das Ganze dann noch einmal drei Minuten ziehen lassen und schon können Sie ein wohlschmeckendes und gesundes Getränk zu sich nehmen.

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