Ein unschlagbares Paar: Walnuss und Birne

Von Anfang September bis Ende Oktober ist wieder die Zeit der Walnüsse und Birnen, die in voller Frucht am Baum hängen und nur darauf warten, gepflückt zu werden. Besonders, wenn Sie der stolze Baumbesitzer einer oder gar beider Arten sind, stellt sich ziemlich schnell die Frage, was Sie nun mit den ganzen Nüssen und Früchten machen sollen. Familie, Freunde und Nachbarn sind schnell mit ordentlichen Portionen eingedeckt und so bleibt Ihnen schließlich nur noch in die Ideenkiste zu greifen und einfach mal etwas auszuprobieren.

Nüsse richtig trocknen

Walnüsse sind in ihrer Ursprungsform von grünen Hüllen umgeben, die entweder aufplatzen und die Nüsse freigeben oder im Ganzen vom Baum fallen, sobald sie reif genug sind. Wenn Sie Ihren Ertrag einholen, achten Sie darauf, auch wirklich nur Nüsse zu nehmen, die sich leicht vom Baum schütteln lassen und keine Anzeichen von Schädlings- oder Schimmelbefall zeigen. Des Weiteren müssen Sie beachten, dass die Nussfrüchte direkt nach der Ernte einige Zeit ruhen und trocknen müssen, bevor Sie sie verarbeiten können. Dazu entfernen Sie zuerst die grüne Hülle und legen anschließend die Nüsse in einen dunklen und warmen Raum, der nicht zu feucht ist. Ein beheizbarer Trockenkeller oder Heizungsraum ist optimal. Darin sollten Sie alles vier bis sechs Wochen auf einer luftdurchlässigen Unterlage ruhen lassen. Im Backofen sollten Sie die Walnüsse nicht trocknen, da die Hitze das Fett im Kern schnell ranzig macht und die Nuss ungenießbar wird.

Walnuss-Birnen-Kuchen

Birnen und Nüsse nebeneinander angeordnet

Birnen und Bananen ergeben eine tolle Geschmackskombination (Quelle: fotolia)

Zeitgleich mit Walnüssen haben auch Birnen Hochsaison. Da diese mit dem Geschmack von Walnüssen wunderbar kombinierbar sind, gibt es eine Fülle von leckeren Rezepten – vom Hauptgericht bis zum Dessert – die nur darauf warten, dass Sie sich die Ärmel hochkrempeln und loslegen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem schönen Walnuss-Birnen-Kuchen, gegebenenfalls sogar mit etwas Eierlikör verfeinert? Hört sich gut an? Bitteschön:

Fangen Sie zuerst mit dem Biskuitboden an. Dazu benötigen Sie jeweils ein Päckchen Back- und Vanillezucker, drei Eier, eine kleine Prise Salz und zu gleichen Teilen insgesamt 280 Gramm Mehl und Zucker. Zusätzlich sollten Sie eine Flasche Mineralwasser mit Kohlensäure zur Hand haben. Trennen Sie das Eiweiß ab – heben Sie das Eigelb unbedingt auf – und schlagen Sie alles unter Zugabe von einem Esslöffel Zucker mit einem Mixer zu Eischnee. Anschließend nehmen Sie das Eigelb, den restlichen Zucker und den Vanillezucker und schlagen es in einem separaten Gefäß ebenfalls schaumig. Geben Sie außerdem vier Esslöffel Mineralwasser hinzu um den Boden schön luftig zu bekommen. Danach langsam und stetig die restlichen Zutaten unterrühren. Der Eischnee wird zum Schluss untergehoben. Während der Teig im Backofen bei moderater Hitze etwa eine halbe Stunde backt, können Sie sich an die Vorbereitung des Belages machen. Dafür schälen Sie die Birnen und entfernen die Kerne. Wie viele Birnen Sie benötigen, hängt natürlich von der Größe der Früchte und Ihrem persönlichen Geschmack ab. Auch für die Masse an Walnüssen gibt es keine genaue Angabe. Mögen Sie gerne viele Nüsse, hervorragend. Wenn nicht, auch nicht schlimm, dann legen Sie einfach am Schluss ein paar einzelne oben auf die Früchte. Da der Kuchen nicht noch einmal gebacken wird, geben Sie nach dem Belegen etwas Tortenguss hinauf und warten circa eine Stunde bis alles ausgekühlt ist. Voila, schon haben Sie einen leckeren und fruchtigen Kuchen.

Tipp: Noch leckerer ist der Kuchen, wenn Sie, zusätzlich zum Tortenguss, Eierlikör-Sahne auf die Früchte geben.

Ein unschlagbares Paar: Walnuss und Birne
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