Brot backen – aber ohne Strom

Brot ist in der heutigen Zeit ein im Überfluss vorhandenes Lebensmittel. Es gibt auch die verschiedensten Sorten, sodass alle Geschmäcker bedient werden. Wenn es jedoch plötzlich zu Krisenzeiten kommen würde, dann hat sich auch der Gang zum Bäcker erledigt. Das Grundnahrungsmittel kann auch nicht auf Vorrat gekauft werden, denn es ist nur ein paar Tage haltbar. Wie wäre es also, wenn man das Brot in solch einer Situation mithilfe von Teelichtern einfach selbst herstellt? Auch wenn solch ein Szenario sehr unwahrscheinlich ist, sind alle notwendigen Zutaten für einen Brotteig vorhanden, dann ist es tatsächlich umsetzbar. Man könnte theoretisch auch Bolsius Kerzen dafür verwenden, sie sollten nur nicht allzu groß sein.

Los geht es mit dem Brotteig

Für einen herkömmlichen Brotlaib benötigt man Mehl (500 g), Salz (1 Teelöffel), Trockenhefe (7 g) und lauwarmes Wasser (ca. 300 ml). Wem dieser Basisteig zu langweilig ist, der kann ihn ganz einfach mit weiteren Zutaten erweitern. Der Fantasie sind nahezu keine Grenzen gesetzt, zum Beispiel können zusätzlich geriebene Karotten, Körner oder auch Zwiebelwürfel hinzugegeben werden.

Nachdem der Teig geknetet und vorbereitet ist, geht es mit dem eigentlichen Highlight weiter: Dem selbst gebauten Ofen aus Teelichtern.

Einfache, aber doch geniale Zubereitung

Zunächst ein Tipp: Damit der Teig richtig schön aufgeht und nicht verbrennt, sollte man einen großen Topf hernehmen und ein paar Nägel oder Schrauben einfüllen. Danach stellt man eine kleinere Schüssel rein und erreicht so, dass die Hitze wesentlich besser zirkulieren kann.

Der Aufbau des provisorischen Backofens beginnt mit einer feuerfesten Unterlage. Darauf kommen vier Steine, die am besten an den vier Ecken platziert werden sollten. In der Mitte kann man auch schon die Teelichter aufstellen, je nach Größe der Schüssel sollten rund sieben Stück ausreichen. Nun legt man den Backofenrost drauf und zündet die Kerzen an. Nachdem der Ofen Hitze von sich gibt, kann der Topf (abgedeckt) mit dem Brotteig aufgestellt werden. Jetzt heißt es nur noch warten, bis das Brot fertig gebacken ist.

Im Ernstfall gut zu wissen

Vermutlich wird jetzt niemand die Herstellung seines selbst gemachten Brotes auf diese Weise umstellen, doch dafür ist diese Methode auch gar nicht gemacht. Stattdessen soll sie eine Alternative sein, wenn zum Beispiel für mehrere Tage der Strom ausfällt und die Häuser aufgrund einer Naturkatastrophe nicht verlassen werden können. Ein Szenario, das auch heute nie zu 100 Prozent ausgeschlossen werden kann. Außerdem denkt man in so einer Situation gar nicht daran, wie man eventuell Brot mit Kerzen herstellen könnte. Hat man aber schon einmal davon gehört, dann fällt es einem eventuell wieder ein. Und ja, die Herstellung kann beliebig oft wiederholt werden.

Sicherheit hat immer oberste Priorität

Da bei der Herstellung offenes Feuer zum Einsatz kommt, hat Sicherheit stets Vorrang. Es sind zwar „nur“ Teelichter, doch auch sie können bei Unachtsamkeit einen Brand auslösen. Deshalb gilt: Immer eine feuerfeste Unterlage verwenden und stets Wasser in der Nähe platzieren, um im Ernstfall sofortige Löschmaßnahmen ergreifen zu können. Kinder haben in der Nähe des provisorischen Backofens ebenfalls nichts verloren, sodass immer ein Erwachsener ein Auge darauf haben sollte.

Werden alle Punkte beachtet, dann steht dem Genuss eines selbst gebackenen Brotes nichts im Wege.

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