Ungeahnte Vielfalt: Klare Suppen

Mit dem Beginn der kalten Jahreszeit stehen Suppen als herzhafte Magenwärmer wieder ganz oben auf dem Speiseplan. Kein Wunder, da sie sich nicht nur sehr schnell zubereiten, sondern auch nach Belieben variieren lassen: In einer klaren Brühe können Sie nahezu jedes Gemüse kochen, daneben haben Sie die Möglichkeit, weitere leckere Einlagen miteinander zu kombinieren. Wir zeigen Ihnen, mit welchen Zutaten Ihnen eine leckere Suppe gelingt!

Die Basis: Eine vollmundige Brühe

Die Basis einer klaren Suppe ist die Brühe. Besonders kräftig fällt Rinderbrühe aus. Wer es milder mag, sollte sich an Hühner- oder Gemüsebrühe halten. Echte Gourmets bereiten die Brühe selber zu, am besten bereits einen Tag zuvor.

Rinder- und Hühnerbrühe

  • Etwa 600g durchwachsenes Suppenfleisch (etwa Schulter oder Bein), bzw. ein Suppenhuhn
  • Eine Zwiebel
  • Suppengrün
  • 2 Lorbeerblätter
  • Pfefferkörner
  • Frischer Thymian
  • Salz
  • Gemahlene Muskatnuss
  • Gemahlener Kümmel
  • Genug Wasser, um das Fleisch ausreichend zu bedecken (zwei bis drei Liter)
Nudelsuppe ist besonders lecker

Suppen sind beliebig variierbar: Ihr Geschmack entscheidet!
(Quelle: Fotolia)

Vierteln Sie die Zwiebel und braten Sie sie mit dem Fleisch in einem Topf leicht an, bevor Sie mit dem Wasser ablöschen. Lassen Sie es etwa eine Stunde bei geringer Hitze köcheln. Den entstehenden Schaum sollten Sie abschöpfen. Schneiden Sie das Suppengrün klein und geben Sie es in den Topf. Fügen Sie nun die Thymianzweige, die Pfefferkörner und die Lorbeerblätter hinzu und lassen Sie sie eine weitere Stunde köcheln. Zum Schluss sorgen Sie mit Salz, gemahlenem Pfeffer, Muskatnuss und Kümmel für die nötige Würze. Gießen Sie die Flüssigkeit durch ein Sieb und stellen Sie die abgekühlte Brühe in den Kühlschrank. Vor der weiteren Verwendung sollten Sie die Fettschicht abschöpfen, die sich nach einiger Zeit an der Oberfläche absetzt.

Tipp: Das Fleisch können Sie entweder für die Suppe oder für Gerichte wie Hühnerfrikassee verwenden.

Gemüsebrühe

  • 1 Strauß gemischter Kräuter (etwa Petersilie, Thymian, Lorbeer, Rosmarin und Salbei)
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Stange Lauch
  • 3 Karotten
  • 4 Stangen Sellerie
  • 1 Tomate
  • Etwa drei Liter Wasser
  • Salz
  • Pfeffer

Schneiden Sie das Gemüse in kleine Würfel und braten Sie es in etwas Pflanzenöl in einem Topf leicht an. Im Anschluss sollten Sie es mit dem Wasser ablöschen und den Kräuterstrauß dazugeben. Lassen Sie die Brühe etwa eine halbe Stunde kochen und würzen Sie sie mit Salz und Pfeffer. Auch die Gemüsebrühe muss zum Schluss durch ein Sieb gegeben werden.

Tipp: Besonders praktisch ist es, die Brühe auf Vorrat zu kochen und in einem Eiswürfelbehälter portionsweise einzufrieren. So haben Sie immer Brühe zum Würzen verschiedenster Gerichte zur Hand. Fleisch- und Gemüsebrühe ist auf diese Weise bis zu drei Monaten haltbar.

Die Einlagen: Unzählige Möglichkeiten

Ist die Brühe erst einmal zubereitet, ist der Rest ein Kinderspiel und schnell erledigt. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über mögliche Einlagen, mit denen Sie Ihre Suppe kreieren können. Sicher fallen Ihnen noch weitere Zutaten ein, welche die folgende Liste sinnvoll ergänzen können:

  • Nudeln: Um die Suppe etwas gehaltvoller zu machen, können Sie Suppennudeln zur Brühe geben. Kochen Sie die Brühe einfach auf und lassen Sie die Pasta darin etwa fünf Minuten kochen.
  • Maultaschen: Ob vegetarisch oder mit Fleischfüllung, Maultaschen schmecken in Brühe zubereitet besonders gut. Kochen Sie die Brühe auf und lassen Sie die Maultaschen etwa zwölf Minuten bei geringer Hitze darin ziehen, bevor Sie servieren.
  • Flädle: In Schwaben eine Spezialität sind die sogenannten Flädle. Dafür werden ganz einfach Pfannkuchen in dünne Streifen geschnitten und in die Brühe gegeben. Zu Flädlesuppe passt frischer Schnittlauch besonders gut.
  • Gemüse: Bei der Wahl von Gemüse für Ihre Suppe sind Ihnen keine Grenzen auferlegt. Achten Sie jedoch darauf, verschiedene Sorten je nach Härtegrad nacheinander in die Brühe zu geben. So sollten etwa Karotten und Sellerie länger kochen als etwa Lauch.
  • Fleisch: Für Hühnerbrühe eignet sich besonders Pute und Huhn sehr gut. Schneiden Sie das Fleisch in kleine Stücke und lassen Sie es in der Brühe gar kochen. Fleischklößchen können Sie besonders schnell und einfach zubereiten, indem Sie das Innere frischer Bratwürste zu kleinen Bällen formen und bei geringer Hitze in der Brühe zehn Minuten ziehen lassen.
  • Backerbsen und Röstzwiebeln: Wer es eilig hat, kann seine Suppe mit fertigen Backerbsen und Röstzwiebeln aus dem Supermarkt verfeinern.

Natürlich lassen sich die einzelnen Einlagen auch miteinander kombinieren, so passen etwa Fleischklößchen und Gemüse sehr gut zu Nudeln. Etwas frisches Baguette als Beilage ist immer eine gute Idee. Experimentieren Sie doch einfach und kommen Sie mit Ihren Suppen-Variationen gut durch Herbst und Winter!

Henk Syring

Ungeahnte Vielfalt: Klare Suppen
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