Gasgrill oder Holzkohlegrill: Womit gelingt das Grillgut besser?

Ein saftiges Stück gegrilltes Fleisch auf dem Teller, lässt nicht nur Männerherzen höher schlagen. Treue Fans des Grillvergnügens legen Sommer wie Winter Koteletts, Würstchen oder Gemüse auf das Rost. Doch ob nun der klassische Holzkohlegrill die bessere Mahlzeit liefert oder doch ein moderner Gasgrill, darüber gehen die Meinungen oft weit auseinander. Wir haben die Vor- und Nachteile von Gas- und Holzkohlegrills genauer unter die Lupe genommen.

Grillen

Grillen mit Charakter: der Holzkohlegrill

Das satte Weiß-Orange der heißen Glut, der Geruch von Rauch und das Knistern der Kohle im Grill ist für eingefleischte Grillfans ein wichtiger Bestandteil des Grillrituals. Mit viel Liebe zum Detail und ausgiebigem Fingerspitzengefühl bringen sie die Kohle oder die Briketts zum Glühen. Was für die einen schon fast eine zelebrierte Zeremonie darstellt, ist für die anderen eine lästige und zeitraubende Vorbereitung. Bevor die Glut bereit zum Grillen ist, vergehen so schon mal 30 bis 60 Minuten. Dafür sorgt die Kohle für ein unverwechselbares Aroma. Unschlagbar für den Holzkohlegrill spricht sein Preis. Die Auswahl an Modellen ist riesig. Unabhängig von Strom und Gas können Holzkohlegrills nahezu überall aufgestellt werden. Doch auf Balkonen oder vielen öffentlichen Flächen sind sie nicht gestattet. Zu groß ist die Rauchentwicklung sowie die Brandgefahr.

Hier noch einmal die  Vor- und Nachteile des Holzkohlegrills zusammengefasst:

+          Preisgünstig

+          aromatischer Geschmack

+          unabhängig von Strom und Gas einsetzbar

+          mobil

+          große Modellauswahl

 

–           intensive Rauchentwicklung

–           Geruch

–           Brandgefahr

–           muss lange abkühlen

–           zeitintensive Vorbereitung

–           eignet sich nur für direktes Grillen

Sauberes Grillen mit Klasse: der Gasgrill

In den USA sind Gasgrills in nahezu jedem Garten zu finden. Und auch hierzulande schätzen immer mehr Grillfreunde die Vorteile des Brutzelns mit Gas. Quasi auf Knopfdruck stellt der Gasgrill die gewünschte Hitze zur Verfügung. Lange Vorbereitungszeitungszeiten entfallen schlicht weg. Da der Gasgrill keinen Rauch entwickelt und auch keine brandheiße Glut produziert, eignet er sich hervorragend für den Einsatz im Freien als auch auf dem Balkon. Der größte Vorteil des Gasgrills liegt wohl in der einfachen Regulierung der Hitze. Die Betriebstemperatur der Geräte kann simpel eingestellt und auf das Grillgut abgestimmt werden. Damit gelingen sowohl Fleisch, als auch Fisch, Gemüse und Obst auf dem Grill perfekt. Der Gasgrill kühlt außerdem relativ schnell wieder ab, so dass die Reinigung kurzerhand und zeitnah geschehen kann, während der Holzkohlegrill oft über Nacht erst seine Temperatur verliert. Allerdings hat dieser Komfort seinen Preis: Gasgrills kosten oftmals ein Vielfaches ihrer klassischen Konkurrenten.

Dies sind die Vor- und Nachteile des Gasgrills auf einen Blick:

+          sauber

+          schnell

+          regulierbare Betriebstemperatur

+          keine Rauchentwicklung

+          geringe Brandgefahr

+          indirektes Grillen möglich

+          universell nutzbar, auch für saftige Braten oder ganze Hähnchen

+          leichte Reinigung

 

–           preisintensiv

–           Gasflaschen werden benötigt

–           komplizierter in der Anwendung

Fazit: Das Grillen hierzulande entwickelt sich schon fast als Volkssport. Vielfach verwenden wir in Deutschland noch Holzkohlegrills. Zum einen ist dies dem Preis der Gasgrills geschuldet, zum anderen der Tradition. Dennoch sind die sauberen Gasgrills auf dem Vormarsch. In nicht allzu ferner Zukunft werden die modernen Grills, welche mit Butan- oder Propangas betrieben werden, wohl ähnlich der BBQ-Kultur in den USA die Oberhand gewinnen.

Gasgrill oder Holzkohlegrill: Womit gelingt das Grillgut besser?
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