Der Beifang bei der Fischerei

Es wird geschätzt, dass von den gefangenen Fischen der internationalen Fischerei rund 40% ungenutzt über Bord geworfen wird. Es handelt sich um eine grausame Verschwendung, der nicht nur Fische sondern auch viele Meeressäuger zum Opfer fallen. Aber wie kann es sein, dass so viel Fisch einfach weg geworfen wird, wenn in der Welt gehungert wird? Dieses hat zum Teil den Grund, dass zum Schutz der Fischbestände Auflagen erstellt wurden. Dieses bedeutet, dass die Fischer nur noch eine gewisse Menge Fisch fangen oder eher abliefern dürfen. Wenn sie jetzt Fisch fangen, dann haben sie es natürlich auf Fische abgesehen, die sich gut verkaufen lassen. Alle Fische, die sich nicht gut verkaufen lassen, gehen über Bord. Leider sind sie dann zum Großteil bereits tot und nützen dem Ökosystem nichts mehr.

Fehler der Fangeinschränkungen

Die Internationalen Beschränkungen für den Fischfang haben somit eine gravierende Schwachstelle, die geschlossen werden müsste. Die Fischer sollten eigentlich dazu verpflichtet werden, jeden gefangenen Fisch zu verwerten. Dieses wäre durchaus möglich, da bereits seit Jahrzehnten aus Fischen Fischmehl erzeugt wird, mit dem Schweine, Hühner und Kühe gefüttert werden. Mit einer einzigen Verordnung hätte man 40% mehr Fisch gefangen und könnte für diese Produktionssteigerung die Anstrengungen in den internationalen Fischfang reduzieren. Denn es bringt nichts, wenn der Fischer minderwertigen Fisch einfach weg wirft, da er aufgrund seiner Quote nur eine begrenzte Menge fangen darf. Das hilft nicht, um die Bestände zu erhalten und ist eine unnütze Verschwendung von Ressourcen. Wichtig ist, dass die gesamt gefangene Menge an Fisch und Beifang in weiten Regionen der Meere drastisch reduziert wird. Es gibt bereits einige Fischgründe, die für gewisse Fischarten als zusammen gebrochen gelten. Ist ein Fischgrund erst einmal zusammen gebrochen, dann kann er gar nicht mehr genutzt werden und braucht oft Jahrzehnte, um sich zu erholen.

Farmfisch ist keine Alternative

Es gibt viele Menschen, die ihr Gewissen damit beruhigen, dass sie keinen wilden Fisch verzehren. Sie nutzen Fisch aus Farmen. Dabei bedenken diese Bürger jedoch nicht, dass diese Farmfische Nahrung brauchen. Sie werden meist mit anderen Fischen gefüttert, die jedoch zuerst einmal gefangen werden müssen. Dieses bedeutet, dass für ein Kilo Farmfisch einige Kilo Wildfisch gefangen werden müssen. Somit könnte man auch direkt wilden Fisch verzehren. Denn ob der Fisch in einer Farm oder im offenen Meer umher schwimmt und kleinere Fische frisst, macht keinen Unterschied. Der Unterschied ist jedoch, dass es in den Farmen weit mehr Fische gibt, als in der Wildnis und diese gehaltenen Fische demnach viel mehr kleine Fische benötigen. Somit laufen wir Gefahr, dass diese Futterfische überfischt werden und wir keine wilden Fische und keine Farmfische mehr haben.

Auch bei dem Fang von Futterfischen gibt es Beifang, der ungenutzt über Bord geworfen wird. Es handelt sich um Fische und Meeressäuger, die zu groß sind, als dass sie durch die Farmfische gefressen werden können. Diesen Beifang könnte man jedoch noch sehr gut zu Fischmehl verarbeiten.

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