Steinklee: Eine anerkannte Heilpflanze

In Europa und Asien sind rund 20 verschiedene Arten von Steinklee verbreitet. Was viele Verbraucher aber nicht wissen: Diese unscheinbare Pflanze hat eine heilkräftige Wirkung bei einer Vielzahl von körperlichen Beschwerden. Angewendet werden kann das Steinkleekraut sowohl innerlich als auch äußerlich. Bei der innerlichen Anwendung entfaltet sich die Wirkung von Steinkleekapseln insbesondere, wenn das System der  Venen und Lymphen erkrankt ist. Zu den typischen Beschwerden im venösen Nervensystem gehören etwa Schmerzen und ein Schweregefühl in den Beinen, Schwellungen, nächtliche Wadenkrämpfe, Rötungen und Juckreiz.

Die Heilkraft des Steinklees im Detail

Die oberirdischen Teile der Pflanze haben eine krampflösende und entzündungshemmende Wirkung. Weil die Wirkstoffe darüber hinaus auch die Wände der Kapilaren – das sind die kleinsten Blutgefäße im menschlichen Körper – gestärkt werden, schützen sie den Körper auch vor unerwünschten Wasseransammlungen. Auch der Rückstrom des Blutes zum Herz und der Abtransport der Lymphe wird durch die Heilpflanze gestärkt. Bewährt hat sich der Einsatz bei folgenden Beschwerden:

– einer chronischen Venenschwäche

– Entzündungen an den oberflächlich gelegenen Beinvenen

– bei Rückflusstauungen im Venensystem

– bei einem Lymphstau

– bei Hämorrhoiden

– bei oberflächlichen Blutergüssen, Stauchungen und Prellungen

Als Hauptwirkstoff des Steinklees gilt der sekundäre Pflanzenstoff Cumarin. Darüber hinaus sind im Steinklee noch weitere Wirkstoffe wie Saponine, Flavonoide und Melilotosid enthalten.

Der Steinklee in der Volksmedizin und in der Homöopathie

Schon im Mittelalter haben Heilkundige entdeckt, dass das Steinkleekraut eine beruhigende, schmerzstillende, schweiß- und harntreibende Wirkung hat. Auch zur Wundheilung wurde das Steinkleekraut seinerzeit eingesetzt. Heute findet das Steinkleekraut auch in der Homöopathie Verwendung. Die frischen oberirdischen Teile der Pflanze, welche zur Blütezeit gesammelt werden, nutzen Homöopathen bei Kopfschmerzen, Krampfadern, Gerinnungsstörungen sowie bei einer Erkrankung des Zentralen Nervensystems.

Was sollte bei der Anwendung von Steinklee beachtet werden?

Keinesfalls angewendet werden sollte Steinklee als Heilmittel während der Schwangerschaft und der Stillzeit sowie bei Patienten, die blutverdünnende, also gerinnungshemmende Medikamente erhalten. Die verschiedenen Zubereitungen von Steinklee gelten als sehr gut verträglich, sofern die Anwendung bestimmungsgemäß auf. Allerdings kann es in seltenen Fällen auch zu Nebenwirkungen kommen. Dazu gehören Kopfschmerzen und Magenbeschwerden, wenn das Steinklee innerlich angewendet wird.

Wissenswerte Hintergründe zum Steinklee

Die verschiedenen Arten von Steinklee zählen zur Familie der Schmetterlingsblütler, für Heilzwecke werden aus den rund 20 Arten jedoch nur der Echte sowie der Hohe Steinklee genutzt. Beide Arten erreichen eine Höhe von bis zu mehr als einem Meter und tragen Blätter, die Kleeblättern ähneln. Aus den gelben Schmetterlingsblüten bilden sich hellbraune Hülsenfrüchte. Weil getrockneter Steinklee einen intensiven Geruch verbreitet, wurde er in der Vergangenheit auch dazu genutzt, Ungeziefer und Motten fernzuhalten.

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